far

wie wird unser umfeld gestaltet, nach welchen gewohnheiten?
was gefällt und was gefällt nicht?
kann ein projekt isoliert betrachtet werden oder gibt es gemeinsame nenner, einen bezugspunkt?
nachbarschaftlich, regional oder sogar national.
wann erscheint eine umgebung vertraut, wann unvertraut?


farblandschaften
was bedeutet es, wenn in neubauquartieren fertighäuser modell toskana zu stehen kommen?
welchen einfluss hat die farbgebung, welchen deren intensität?
proportionen, stellung, form und gestalt, welches sind gemeinsamkeiten?
gibt es überhaupt gemeinsamkeiten?
ist es die dachform, die dachneigung, die dachverkleidung?
ist es die fassadenfarbe, der anteil der fassade am gesamtbild, die strukturierung durch fenstereinfassungen und fensterläden?
was schafft einheiten und was schafft divergenz?
inwiefern kann architektur beitragen ein ganzes weiterzuentwickeln?




























lausanne

diese fragen interessieren, doch wo ansetzen?
ortsregionale prägungen und typologische unterschiede der siedlungsformen haben sich überlebt oder herauskristallisiert.
neue technische möglichkeiten und modeströmungen, neue wohnformen und hohes wachstum haben vor allem im letzten jahrzehnt unsere agglomerationen nachhaltig verändert.

vielleicht muss der fokus zuerst auf die systematik gelegt werden?

wenn wir das gebaute umfeld versuchen zu abstrahieren, ergeben sich parameter wie form, grösse, stellung, erschliessung und farbe.
in dieser konfiguration übernimmt farbe eine wichtige rolle.

farben als ausdruck unserer individualität.

während die harten parameter der konfiguration oft äusseren einflüssen unterworfen sind, bleiben farben als persönliche gestaltungselemente.
jedes element eines gebäudes hat seine farbe, kann nach einer farbkarte ausgewählt werden oder erhält seine farbigkeit durch die gewählte materialisierung.
dieses farbgemisch definiert das äussere eines gebäudes und gestaltet unser umfeld entscheidend.
wenn wir nun dieses farbgemisch eines gebäudes aufschlüsseln und mit anderen bauten vergleichen, können vielleicht antworten gefunden werden.

fläsch

monte carrasso

in einem ersten schritt wurde versucht ein system zum aufzeigen der farbigkeit der vorhandenen bausubstanz zu entwickeln.
in einem zweiten schritt sollen anhand verschiedener untersuchungen darstellungen von grösserem zusammenhang entstehen. als beispiel die solothurner altstadt, oder ein aargauer neubauquartier, oder ein dorf im toggenburgischen.
speziell interessant sind ortsregionale unterschiede sowie die untersuchung ob zwischen schnell und langsamwachsenden gemeinden unterschiede im farbschema ablesbar sind.
interessant ist auch die farbliche entwicklung der ortskerne bis hin zu der peripherie. spannend kann auch der miteinbezug baurechtlicher rahmenbedingungen sein und ob diese in den darstellungen ersichtlich werden.
diesen themen möchte ich nachgehen und mit einem streifzug unsere aktuelle baukultur als farblandschaften in einer bilderserie darstellen. ziel ist es, antworten auf die
am anfang gestellten fragen zu finden wie auch zu neuen fragestellungen zu gelangen.

la chaux-de-fonds

romainmôtier

erstes studienobjekt. mittelalterliches städtchen am jurasüdfuss mit einer schönen klosteranlage und wertvoller historischer bausubstanz.
stellung, lage, dichte und farbigkeit des ortskerns ergeben ein harmonisches ganzes, was sich im rasterbild wiederspiegelt.
aufgenommen wurden ausschliesslich fassadenfarben.

champoz

analyse der kleinen ortschaft champoz im berner jura.
strassendorf mit einer relativ dichten struktur und einer sorgfältig unterhaltenen bausubstanz.

farbaufnahme bei sonnenschein, deshalb erscheint das resultat relativ kontrastreich.
durch den bäuerlichen charakter des ortes und der gewählten materialisierung halten sich massiv gebaute wohn- und wirtschaftsgebäude und in holz errichtete stallungen und speicher in etwa die waage.

solothurn

analyse eines altstadthauses im westlichen teil der stadtmauer zwischen bieltor und burristurm.
untersuchung des einflusses der flächenverhältnisse der unterschiedlichen materialisierungen auf das gesamtbild.
abstraktion der einzelnen elemente zur besseren lesbarkeit. schaffen einer neuen fassadenstruktur anhand der zusammengerechneten flächen und deren vertikalen gliederung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

langendorf

gegenüberstellung der ost- und der südfassade eines älteren wohnhauses in langendorf/SO.
thema der analyse ist die wirkung von sonne und schatten auf das zusammenspiel und die farbigkeit der vorgefundenen materialien.
die flächen werden wiederum anhand der fotografie aufgesplittet und vertikal angeordnet, aufgrund des bildstandpunktes erhält die südfassade mehr gewicht.
die aufgenommenen farben erscheinen als resultat viel kontrastreicher als auf der fotografie.

frinvillier

analyse eines strassenabschnittes in frinvillier im berner jura an einem neblig grauen tag.
die bisher erprobte vorgehensweise wird
in serie umgesetzt.
obwohl sich die bestehenden gebäude durch ihre nutzung, ihre materialisierung und farbigkeit zum teil stark unterscheiden, erscheint das ergebniss erstaunlich homogen.